Angelica Domröse

als Darsteller

1964/65

Die Abenteuer des Werner Holt

1968

Alchimisten

1961

Die Liebe und der Co-Pilot

1968

Wege übers Land - 5 Teile

1967

Ein Lord am Alexanderplatz

1959

Verwirrung der Liebe

1962/63

An französischen Kaminen

1972/73

Die Legende von Paul und Paula

1973

Unterm Birnbaum

1961/62

Die aus der 12b

1965

Entlassen auf Bewährung

1963

Julia lebt

1960

Papas neue Freundin

1961

Vielgeliebtes Sternchen

1962

Oh, diese Jugend

1965

Chronik eines Mordes

1970

Effi Briest

1976

Daniel Druskat

1979

Bis das der Tod euch scheidet

1978

Fleur Lafontaine

Angelica Domröse - früher und heute

Geboren

04.04.1941 in Berlin

Leben

Die Stenotypistin bewirbt sich 1958 für die Rolle der Sigi in Slatan Dudows 'Verwirrung der Liebe' und wird unter 1500 Bewerberinnen ausgewählt. Parallel zu den Dreharbeiten beginnt sie ihr Schauspielstudium an der HFF Potsdam-Babelsberg. Schon während des Studiums filmt Angelica Domröse und wird mit der Titelrolle in 'Papas neue Freundin' (1960) bei einem großen Publikum bekannt. Von 1961-66 spielt sie am Berliner Ensemble, ab 1966 an der Berliner Volksbühne. Im Film übernimmt sie neben Leichtgewichtigem bald Charakterrollen, so als Jüdin Ruth in Joachim Haslers Leonhard-Frank-Verfilmung 'Chronik eines Mordes' (1964/65) neben ihrem damaligen Ehemann Jiri Vrstala oder als Fontanes 'Effi Briest' (1969). Ein erster Erfolg in einer Prager Produktion findet nach dem Ende des Prager Frühlings keine Fortsetzung. Die Rolle ihres Lebens erhält Angelica Domröse in dem später zum Kultfilm avancierten Gegenwartsfilm 'Die Legende von Paul und Paula' (1972/73) von Heiner Carow. Die alleinstehende junge Mutter Paula, die eine große, von Enttäuschungen geprägte Liebe mit dem verheirateten Paul verbindet, zeichnet Angelica Domröse mit großer Kraft, mit Hingabe und doch voller Selbstbewußtsein. Mit der Rolle der 'Fleur Lafontaine' (1977/78) nach Dinah Nelkens Roman gestaltet Angelica Domröse eindrucksvoll ein Frauenschicksal durch mehrere Jahrzehnte. In Carows 'Bis daß der Tod euch scheidet' (1978) knüpft sie an die in 'Paul und Paula' gemachten Erfahrungen mit problematischen Beziehungen in der Gegenwart der DDR an. Eine ähnliche Rolle kann sie in einem DEFA-Film erst nach dem Ende der DDR in Carows 'Verfehlung' (1991/92) spielen, der Erfahrungen in einer Ost-West-Beziehung thematisiert. Nach dem Protest von Angelica Domröse und ihrem Mann Hilmar Thate gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns 1976 werden beide weitgehend kaltgestellt. So verlassen sie 1979 die DDR. Angelica Domröse kann sich auch in der BRD in anspruchsvollen Fernsehrollen, u.a. bei den Regisseuren Marianne Lüdcke, Egon Günther, Frank Beyer, Helmut Dietl und Wolfgang Staudte durchsetzen. In den neunziger Jahren wird sie Kommissarin in der Krimi-Reihe 'Polizeiruf 110'. Im Laufe der Jahrzehnte steht sie mehrfach im Mittelpunkt ihr gewidmeter Film- und Fernsehporträts. In einer Kritikerumfrage der Zeitschrift 'Film und Fernsehen' nach der besten DDR-Schauspielerin gelangt sie 1992 auf Platz 2 hinter Jutta Hoffmann. 2003 veröffentlicht sie ihre Memoiren.
(F.-B. Habel & Volker Wachter, "Das große Lexikon der DDR-Stars")

Literatur

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Angelica Domröse
Ich fang mich slebst ein
Mein Leben

Verlag: Lübbe März 2003
ISBN: 3785721161

News

Termin 21.Januar fällt aus!

Die für den 21. Januar geplante Veranstaltung im Rahmen des Projektes Filmstadt-Quedlinburg muss leider ausfallen. Auf Grund der Terminverschiebung durch das Palais, konnten wir kurzfristig keinen Schauspieler für diesen Tag gewinnen. Die Aufführung von zwei Folgen aus der Reihe "Der Staatsanwalt hat das Wort" am 10. März bleibt wie geplant. Zu Gast werden die Schauspieler Arianne Borbach, Thomas Stecher und Michael Pan sein.

Terminänderungen 2012

Die Termine für die nächsten Aufführungen im Januar und März haben sich geändert. So findet die erste Vorstellung im Jahr 2012 schon am 21. Januar (vorher 28. Januar) und die im März bereits am 10. März (vorher 31. März). Sobald die Filme und die Schauspieler fest stehen, werden Sie es hier erfahren. Vorgesehen sind zwei Filme aus der Reihe'Der Staatsanwalt hat das Wort' und 'Das Licht der Liebe'!

Klaus-Peter Thiele gestorben

Wie ich heute, Do. 13.10.11, erfahren habe, ist der Schauspieler Klaus-Peter Thiele gestorben. Im Dezember wäre er 71 Jahre alt geworden. Klaus-Peter war der erste Schauspieler der unser Projekt "Filmstadt-Quedlinburg" unterstützt hat und sofort seine Zusage gegeben hatte, zur Aufführung seines Films "Die Abenteuer des Werner Holt" 1965 nach Quedlinburg zu kommen. Seit seinem Besuch hatten wir regelmäßig telefonisch Kontakt und er war lebhaft am Fortgang unserer Arbeit interessiert. Eigentlich wollten wir uns noch in diesem Jahr in Berlin treffen. Ich bin sehr traurig über seinen Tod und bin sehr dankbar Ihn getroffen und einen in ihm einen Freund gefunden zu haben.

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