Polizeiruf 110 - Ein ungewöhnlicher Auftrag - 1976

Infos

Regie:

Hans-Joachim Hildebrandt

Drehbuch:

Hans-Joachim Hildebrandt

Genre:

Kriminalfilm

Länge:

65 Minuten

Dramaturgie:

Eberhard Görner

Erstaufführung:

05.09.1976 DDR Fernsehen 1. Programm

Produktion:

Rainer Gericke DFF

Musik:

Lothar Kehr

Schnitt:

Susanne Carpentier, Karola Mittelstädt

Darsteller

Otmar Richter

Offiziersschüler

Norbert Schwarz

Offiziersschüler

Rolf Staude

Offiziersschüler

Arndt-Michael Schade

Offiziersschüler

Hans-Joachim Leschnitz

Herr Körner, Offiziersschüler

Marion Wiegmann

Offiziersschülerin

Christine Harbort

Offiziersschülerin

Elfi Gäbel

Beate, Offiziersschülerin

Hansjürgen Hürrig

Eberhard Neubert, Schauspieler

Eberhard Mellies

Wolfgang Hessel

Herbert Sievers

Bernhard Kraßmann

Lissy Tempelhof

Irmgard Kraßmann

Jürgen Frohriep

Oberleutnant, Jürgen Hübner

Bruno Carstens

Oberst Wernicke

Heide Kipp

Inge Ahlert

Ezard Haußmann

Heinz Langwitz, Chefkoch

Inhalt

Im Rahmen eines Schulungs-Auftrages an der Offizierschule stellt Oberleutnant Hübner, von Oberst Wernicke (Bruno Carstens) eingeladen, zum Thema Ermittlung und Überführung Verdächtiger einen Fall aus seinen Ermittlungsakten zur Diskussion. Es ist bereits Küchenschluß und die Tagestouristen sind abgereist, da kommt Wolfgang Hessel (Eberhard Mellies) mit Sack und Pack in's Restaurant. Inge Ahlert (Heide Kipp) begrüßt den Seemann, der eigentlich erst am nächsten Tag kommen wollte. Die Wirtsleute Bernhard und Irmgard Kraßmann (Herbert Sievers und Lissy Tempelhof) sind zufrieden, als Kellnerin Inge Ahlert ihnen berichtet, daß Hessel schon heute angekommen sei und ein Zimmer haben möchte. Der will in den nächsten Tagen im Kalkwerk anfangen, wo Bernhard Kraßmann als Materialverwalter arbeitet. Frau Kraßmann sagt, sie solle ihn 'in die 9' zu Eberhard Neubert (Hansjürgen Hürrig) stecken. Die beiden Männer tauschen ihre Erfahrungen aus. Neubert, Schauspieler, ist mit der Unterkunft vollauf zufrieden. Und Frau Wirtin sei auch 'nicht ohne'... Hessel bittet Frau Kraßmann, seine Ersparnisse und sein Sparbuch (zusammen über 45.000 Mark) sowie eine wertvolle Holzplastik über Nacht im Geldschrank aufzubewahren. Doch am nächsten Tag stellt sich heraus, daß der Geldschrank über Nacht geöffnet, und - nach dem Entwenden der Wertsachen - wieder ordnungsgemäß verschlossen wurde. Oberleutnant Hübner vermutet, daß der Täter aus dem Kreis der Hotelmitarbeiter stammt, bezieht aber auch Frau Kraßmann mit in die Ermittlungen ein. Sie leitet das Objekt schon drei Jahre. Auf Nachfragen räumt sie ein, daß der Ersatzschlüssel für den Panzerschrank schon seit einem Jahr verschwunden ist. Herr Hessel schläft noch, wollte erst um 13 Uhr geweckt werden. So erfährt er von Hübner, daß der Panzerschrank ausgeraubt wurde und sein Geld weg ist. Und das Sparbuch auch - und die Plastik, eine echte afrikanische Holzschnitzerei? Hessel wollte sich ursprünglich einen Gebrauchtweagen kaufen, darum hatte er soviel Bargeld dabei. Aber der Käufer hat ihn sitzenlassen. Schauspieler Neubert ist mittlerweile abgereist. Auch Inge Ahlert, die im Wirtschaftsteil des Hauses wohnt, ist sehr verwundert. Sie meint, Frau Kraßmann sei vielleicht manchmal zu vertraulich gewesen, sonst sei ihr aber nichts Besonderes aufgefallen. Frau Kraßmann hat in der Nacht Besuch von Herrn Langwitz (Ezard Haußmann) gehabt, der vor Jahren als Chefkoch in ihrem Restaurant gearbeitet hat. Langwitz berichtet, Herr Kraßmann habe damals das Restaurant geleitet, seine Frau war für das Hotel zuständig. Sie habe immer behauptet, ihr Mann würde trinken und er würde das alles deswegen nicht mehr durchstehen. Eines Tages ging er dann. Hübner vermutet nach allem, daß auch Frau Kraßmann die Täterin sein könne. In der Zwischenzeit wurde Hübner von Hessel informiert, daß Inge Ahlert eine Tasche zur Gepäckaufbewahrung am Bahnhof gebracht hat. Hübner hat sich die Tasche aushändigen lassen. Darin wird Hessels Sparbuch und die Plastik gefunden, aber nicht das Geld. Auf die Frage, warum sie die Tasche an sich genommen und zum Bahnhof gebracht habe, sagt Inge Ahlert, sie wollte alles ungeschehen machen und zurückschicken. Wollte sie Langwitz decken, oder Neubert, die sie beide in der Nacht vor dem Haus gesehen hat? Hübner kommt schließlich über die Verpackung der Plastik (eine Zeitung) dem Täter auf die Spur. Aus der Zeitung ist eine Annonce ausgeschnitten worden, in der ein Landgasthof für 20.000 Mark zum Verkauf angeboten wird. Und nachdem Hübner mit dem Verkäufer, Herrn Neumeister, gesprochen hat, weiß er, wer der Täter ist: Bernhard Kraßmann konnte es nicht mehr ertragen, weiter von seiner Frau gedemütigt zu werden, wollte ihren Hochmut zu Fall bringen und sich mit dem kleinen Landgasthof endlich von ihr unabhängig machen.
Quelle: www.polizeiruf110-lexikon.de

News

Termin 21.Januar fällt aus!

Die für den 21. Januar geplante Veranstaltung im Rahmen des Projektes Filmstadt-Quedlinburg muss leider ausfallen. Auf Grund der Terminverschiebung durch das Palais, konnten wir kurzfristig keinen Schauspieler für diesen Tag gewinnen. Die Aufführung von zwei Folgen aus der Reihe "Der Staatsanwalt hat das Wort" am 10. März bleibt wie geplant. Zu Gast werden die Schauspieler Arianne Borbach, Thomas Stecher und Michael Pan sein.

Terminänderungen 2012

Die Termine für die nächsten Aufführungen im Januar und März haben sich geändert. So findet die erste Vorstellung im Jahr 2012 schon am 21. Januar (vorher 28. Januar) und die im März bereits am 10. März (vorher 31. März). Sobald die Filme und die Schauspieler fest stehen, werden Sie es hier erfahren. Vorgesehen sind zwei Filme aus der Reihe'Der Staatsanwalt hat das Wort' und 'Das Licht der Liebe'!

Klaus-Peter Thiele gestorben

Wie ich heute, Do. 13.10.11, erfahren habe, ist der Schauspieler Klaus-Peter Thiele gestorben. Im Dezember wäre er 71 Jahre alt geworden. Klaus-Peter war der erste Schauspieler der unser Projekt "Filmstadt-Quedlinburg" unterstützt hat und sofort seine Zusage gegeben hatte, zur Aufführung seines Films "Die Abenteuer des Werner Holt" 1965 nach Quedlinburg zu kommen. Seit seinem Besuch hatten wir regelmäßig telefonisch Kontakt und er war lebhaft am Fortgang unserer Arbeit interessiert. Eigentlich wollten wir uns noch in diesem Jahr in Berlin treffen. Ich bin sehr traurig über seinen Tod und bin sehr dankbar Ihn getroffen und einen in ihm einen Freund gefunden zu haben.

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