22.11.2008 - Wiederaufführung - Pole Poppenspäler

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Drei neue Quedlinburg-Filme

Manchmal erleben wir bei unserer Projektarbeit auch nicht ganz so erfreuliche Dinge, wie in der letzten Newsmeldung zu lesen war. Aber dann finden sich kurz hintereinander gleich mehrere positive Ereignisse auf dem Arbeitsplatz ein. So können wir unserer Liste der Quedlinburg-Filme drei neue Titel hinzufügen.
Nicht ganz klar war bis jetzt, ob der Fernsehfilm 'Die Gänsehirtin am Brunnen' aus dem Jahr 1979 hier gedreht wurde. Ja, das wurde er, wenn auch nicht in der Stadt selbst, so aber im Selketal und der Gegend um die Burg Falkenstein. Das ergab sich aus einem Gespräch mit der Regisseurin Ursula Schmenger, die übrigens in dem Harzstädtchen Alterode geboren wurde. Die Aufführung des Märchenfilms ist für 2011 vorgesehen.
Der zweite Film ist eine ZDF-Produktion aus dem Jahr 1977. Frank-Burkhard Habel hat uns vor ein paar Tagen auf diesen Film aufmerksam gemacht. Eine Verfilmung des bekannten Romans von Theodor Fontane 'Cecile'.
Vor eineinhalb Jahren hatte uns ein junger Mann auf einen Film angesprochen, in dem er als kleiner fünf- oder sechsjähriger Junge mitgespielt hatte. Leider konnte er sich nicht mehr so genau erinnern, er hatte nur noch einen Namen im Kopf der wie 'Cäcilie' klang.
Zuerst nahmen wir an, es handelte sich um den Fernsehfilm 'Stella' von Thomas Langhoff nach Johann Wolfgang von Goethe von 1982, denn da gab es neben Stella, gespielt von Jutta Hoffmann, eine Rolle 'Cäcilie', die von Jutta Wachowiak gespielt wurde. Es war allerding eine Fehlanzeige. Hier scheint nun alles zu passen. Der Name des Films und auch die Zeit. Im Gespräch mit der Regisseurin Dagmar Damek, die ich seit zwei Wochen versuche in München zu erreichen, bestätigte sich, dass in Thale auf der Roßtrappe und in Quedlinburg gedreht wurde. Wir versuchen gerade den Film über das ZDF zu bekommen, und wenn alles gut geht, werden wir auch diesen Film 2011 in unser Programm aufnehmen. Die Hauptrolle wurde übrigens von Doris Kunstmann gespielt.
Den dritten Film, den hatte ich schon in meinen Unterlagen, zumindest die technischen Daten, Drehorte waren bis vor ein paar Tagen gar nicht bekannt. Es handelt sich um den polnischen Spielfilm 'Bekenntnisse eines Kindes seiner Zeit' aus dem Jahr 1985. Die Verfilmung eines Romans von Alfred de Musset. Auf der Internetseite des polnischen Films fanden sich, wie zum Beweis dafür, vier Fotos von den Dreharbeiten auf dem Quedlinburger Schloßberg. Die wiederum passten mit einigen Fotos zusammen, die uns der Ballenstädter Fotograf Jürgen Meusel zu Beginn unserer Projektarbeit zur Verfügung gestellt hatte. So fügen sich die Dinge machmal auf rätselhafte und wundersame Weise zusammen.
Ob wir den Film zeigen können, ist fraglich. Es scheint weder eine synchronisierte noch eine untertitelte Fassung zu geben, auch wenn der Film 1988 im 2. Programm des DDR-Fernsehens gezeigt wurde. Wir bleiben aber dran.
Kann sich jemand an die Dreharbeiten erinnern, es gab einen Radbruch mit der Postkutsche, wir würden uns sehr über mehr Informationen zu diesen genannten Produktionen freuen. Melden Sie sich bei uns.

Ausstellung im Palais Salfeld

Die Ausstellung 'Gesichter und Paare' vom Berliner Fotografen Günter Linke ist am Samstag, den 8. Mai in Anwesenheit des Künstlers im Palais Salfeldt in Quedlinburg eröffnet worden. Prominente Gäste, der vom Verein q-ARTus e.V. präsentierten Ausstellung waren, die Schauspielerin Monika Woytowicz und der Schauspieler und Musiker Christian Steyer.Christian Steyer und Günter Linke kennen sich nicht nur, sondern sind seit mehr als 40 Jahren eng befreundet. Er war es auch, der eine sehr persönliche Laudatio gehalten hat, von der nicht nur die Besucher, sondern den Künstler selbst sichtlich berührt waren. Christian Steyer, bekannt aus vielen Defa-Filmen wie 'Die Legende von Paul und Paula', 'Für die Liebe noch zu mager' oder 'Gevatter Tod', ist seit April 2003 die unverwechselbare Kommentarstimme der MDR-Serie 'Elefant, Tiger und Co'. Daneben musiziert, komponiert und arrangiert er, steht in Theatern auf der Bühne und spielt in unterschiedlichen Filmen mit. Dass Monika Woytowicz in Quedlinburg zur Vernissage war, ist eine kleine Sensation. Vor zehn hatte sich die aus DEFA-Filmen wie 'Mir nach Canaillen', 'Die Abenteuer des Werner Holt', 'Der kleine und der große Klaus', 'Das Mädchen auf dem Brett' und aus der ARD-Serie 'Lindenstrasse' bekannte und beliebte Schauspielerin aus gesundheitlichen Gründen völlig aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Der Besuch in Quedlinburg war für Sie der erste Schritt wieder in die Öffentlichkeit und wir sind besonders stolz, dass wir Sie hier begrüßen konnten. Ihre Karriere als Schauspielerin hatte sie mit Beginn der seltenen Erkrankungen aufgegeben, seit einigen Jahren malt sie und kümmert sich aktuell nach Ihrem Wegzug aus München um die Kultur in einem kleinen Dorf in der Nähe von Güstrow. Die Ausstellung mit Titelbildern des 'Filmspiegel' und schwarz/weiß Fotografien von Günter Linke war bis zum 4. Juli 2010 im Palais Salfeld in Quedlinburg, Kornmarkt 5 zu sehen.

Neue Internetpräsenz

Der neue Internetauftritt des Projektes 'Filmstadt Quedlinburg' ist jetzt online. Die Anzahl der Filme, die hier in Quedlinburg zwischen 1954 und 1990 gedreht wurden, und die sich daraus ergebene Menge an Informationen, erforderte eine neue Strukturierung und damit eine bessere Übersicht aller vorhandenen Daten. So hat jeder Film seinen eigenen Auftritt mit allen technischen Informationen und den Drehorten in und um Quedlinburg. Die Schauspieler haben jeweils eine eigene Seite mit einer Kurzbiografie und mit manchmal mehr oder weniger Bildern aus ihrem künstlerischen Schaffen. Aber auch Porträts von Regisseuren, Kameramännern und Drehbuchautoren werden folgen. So wird die Seite nach und nach zu einem Informationsangebot mit dem Charakter eines Lexikons, an der viele Filmfans ihren Spass haben können. Für Hinweise und Ergänzungen sind wir immer dankbar.

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