08.05.2010 - Wiederaufführung - Lützower und Ausstellungseröffnung Günter Linke

Beschreibung

Die Idee, den Berliner Fotografen mit einer Ausstellung nach Quedlinburg zu holen, entstand bereits im Mai 2009. Auf der Suche nach DDR-Starpostkarten hatte ich mich mit Günter Linke in Berlin verabredet und wenig später war der Entschluss gefasst, im Rahmen des Filmstadtprojektes eine Ausstellung zu konzipieren. Gerade weil unter seinen unzähligen Porträts auch etliche der Schauspieler waren, die hier zu den Aufführungen in Quedlinburg waren, war es nur logisch diese Ausstellung hier zu organisieren.
In seiner fast 40-jährigen Tätigkeit als Fotograf hat er rund 2000 Prominente vor seiner Kamera gehabt. Darunter auch internationale Filmstars wie Gina Lollobrigida, Kirk und Michael Douglas, Giulietta Masina, Annie Girardot, Liv Ulmann und Marthe Keller, um nur einige zu nennen. Aber auch die Stars der Film- und Theaterszene der ehemaligen DDR hat er fotografiert. So Angelika Domröse, Corinna Harfouch, Jenny Gröllmann, Monika Woytowicz, Klaus-Peter Thiele, Gojko Mitic, Armin Müller-Stahl und viele, viele andere. In der Ausstellung sind einige seiner Titelbilder des 'Filmspiegel' zu sehen, aber hauptsächlich sind es 'Gesichter und Paare' in schwarz/weiß. Nicht die modische Schönheit, nicht die Starpose ist das optische Ziel des Fotografen. Günter Linke geht es um den Menschen, die Seele des Porträtierten. Hat er im richtigen Moment den Auslöser gedrückt, dann entsteht ein Bild von Wahrheit, nach der er ständig sucht.
Groß war die Freude über die Zusage von zwei Schauspielern an der Vernissage teilzunehmen, die beide bereits auf unserer Leinwand zu sehen waren bzw. noch zu sehen sein werden.
Monika Woytowicz war die Gundel in 'Die Abenteuer des Werner Holt' und die Ulrike in 'Mir nach Canaillen', der am 20. November seine Wiederaufführung erleben wird. Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie sich vor etlichen Jahren völlig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Um so größer war die Freude, dass wir sie bewegen konnten hier nach Quedlinburg zu kommen. Die zweite Zusage kam von Christian Steyer. Er wird noch in 'Gevatter Tod' zu sehen sein und im Film 'Lützower' war er als Schauspielstudent kurioserweise als Statist beteiligt, aber leider nicht zu sehen! Seit vierzig Jahren eng mit dem Fotografen befreundet, hatte er sich bereit erklärt, den Part des Laudators zu übernehmen. Eine sehr persönliche Laudatio bekamen die Besucher der Vernissage zu hören, von denen wir uns ein paar mehr der Eingeladenen erhofft hatten, sowie ein sehr bewegter Günter Linke war zu beobachten. Zur Aufführung des DEFA-Films 'Lützower' konnten wir keinen der Schauspieler einladen, dafür standen nach dem Film, Monika Woytowicz, Christan Steyer und Günter Linke für ein Gespäch und Fragen zur Verfügung. Die Ausstellung unter dem Thema 'Gesichter und Paare' ist noch bis zum 4. Juli 2010 im Palais Salfeldt in Quedlinburg zu sehen.
Hans-Jürgen Furcht

Bilder

News

Termin 21.Januar fällt aus!

Die für den 21. Januar geplante Veranstaltung im Rahmen des Projektes Filmstadt-Quedlinburg muss leider ausfallen. Auf Grund der Terminverschiebung durch das Palais, konnten wir kurzfristig keinen Schauspieler für diesen Tag gewinnen. Die Aufführung von zwei Folgen aus der Reihe "Der Staatsanwalt hat das Wort" am 10. März bleibt wie geplant. Zu Gast werden die Schauspieler Arianne Borbach, Thomas Stecher und Michael Pan sein.

Terminänderungen 2012

Die Termine für die nächsten Aufführungen im Januar und März haben sich geändert. So findet die erste Vorstellung im Jahr 2012 schon am 21. Januar (vorher 28. Januar) und die im März bereits am 10. März (vorher 31. März). Sobald die Filme und die Schauspieler fest stehen, werden Sie es hier erfahren. Vorgesehen sind zwei Filme aus der Reihe'Der Staatsanwalt hat das Wort' und 'Das Licht der Liebe'!

Klaus-Peter Thiele gestorben

Wie ich heute, Do. 13.10.11, erfahren habe, ist der Schauspieler Klaus-Peter Thiele gestorben. Im Dezember wäre er 71 Jahre alt geworden. Klaus-Peter war der erste Schauspieler der unser Projekt "Filmstadt-Quedlinburg" unterstützt hat und sofort seine Zusage gegeben hatte, zur Aufführung seines Films "Die Abenteuer des Werner Holt" 1965 nach Quedlinburg zu kommen. Seit seinem Besuch hatten wir regelmäßig telefonisch Kontakt und er war lebhaft am Fortgang unserer Arbeit interessiert. Eigentlich wollten wir uns noch in diesem Jahr in Berlin treffen. Ich bin sehr traurig über seinen Tod und bin sehr dankbar Ihn getroffen und einen in ihm einen Freund gefunden zu haben.

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