Dietlinde Greiff

Filme (als Schauspieler)
1959
Weißes Blut
1959/60
Schritt für Schritt
1962
Der Kinnhaken
1964
Pension Boulanka
1964/65
1966
Ohne Kampf kein Sieg
..

Geboren

17.02.1939 Berlin

Leben

Die Mitwirkung in Laienspielgruppen der Schule und später der FDJ weckt früh Dietlindes Interesse an der Schauspielerei. Ihrer Familie zum Gefallen ergreift sie allerdings erst einen "richtigen" Beruf, verdingt sich als Apothekenhelferin, besucht die Medizinische Fachschule und wird schließlich medizinisch-technische Assistentin, bevor sie sich der Künstlerlaufbahn zuwendet. Nach einem Jahr Studium an der Filmhochschule Babelsberg wechselt sie an das Studio des Volkstheaters Rostock, wo sie 1961 die staatliche Abschlussprüfung als Schauspielerin ablegt. Während ihrer Lehrzeit absolviert sie bereits Komparsenrollen und steht als Kleindarstellerin auf der Bühne. Außerdem erhält sie nebenbei Ausbildungen in verschiedenen anderen Theatertätigkeiten, sammelt so z.B. Erfahrungen als Gehilfin des Beleuchters oder als Regieassistentin bei den Störtebeker Festspielen 1960 in Ralswiek. Das Volkstheater Rostock ist dann auch Dietlindes erste Bühnenstation nach Beendigung ihres Studiums. Gastverpflichtungen führen sie weiterhin nach Schwerin und Altenburg, und in Rudolstadt gehört sie Mitte der 60er Jahre zum Theaterensemble. Parallel zu ihrer Ausbildung beginnt Dietlinde Greiff ihre Karriere vor der Kamera. Für die Jutta im Film "Schritt für Schritt" (1960) holt die DEFA das dunkelhaarige Mädchen mit dem viel versprechenden Talent von Rostock ins Babelsberger Atelier. Sie spielt darin ihre erste wichtige Rolle und erhält für ihre Leistung die Verdienstmedaille der Nationalen Volksarmee. Die Dreharbeiten zu ihrem nächsten Film, "Die aus der 12b" (1962), verlaufen weniger glücklich, als sie sich beim Skilaufen für die Außenaufnahmen ein Bein bricht und umbesetzt werden muss. Karla Runkehl übernimmt daraufhin ihren Part. Zu den einprägsamen Aufgaben, die Dietlinde Greiff auf Leinwand und Bildschirm meistert, zählen komplexe Charaktere wie die Carolin im Mauerbau-Streifen "Der Kinnhaken" (1962) neben ManfredKrug oder die Gisela von Brauchitsch im Mehrteiler "Ohne Kampf kein Sieg" (TV, 1966) an der Seite von Jürgen Frohriep. Auch erinnert man sich an die Marie Krüger, die sie in den "Abenteuern des Werner Holt" (1965) verkörpert. Aus persönlichen Gründen verlässt die Darstellerin, deren Stimme auch bei Funk und Synchron gefragt ist, 1968 die DDR und geht nach Westberlin, wo sie über 20 Jahre in einem neu erlernten, anderen Beruf arbeitet. In den 90er Jahren kehrt Dietlinde Greiff wieder zum Künstlerhandwerk zurück, trat seitdem zusammen mit ihrer Kollegin Angela Brunner bis zu deren Tod im Juni 2011 mit literarischen Programmen auf. Jetzt tritt sie solistisch mit eigenen Programmen auf.
Quellen: Team Zutz, Unsere Filmsterne; Filmspiegel von 1962; Das große Lexikon der DDR-Stars

Bilder